71522 Backnang, Ölberg 12

Das Gebäude

Das Gebäude wurde im Jahre 1596 erbaut (siehe Haustor-Rundbogen aus Sandstein).

Im Jahre 1706 wurde das Gebäude als Engel'sches Haus zur Vogtei verkauft. Im 18. Jahrhundert wurde das Haus bis auf das steinerne Erdgeschoss abgebrochen. Darauf wurde dann der aus einer ausgemauerten Fachwerkkonstruktion bestehende zweigeschossige Kellereifruchtkasten (Kornkasten) gesetzt.

Beim Wiederaufbau wurden die alten Balken erneut verwendet und in der für das Barock typischen Fachwerkanordnung ("K"-Figuren) aufgebaut. Die Satteldachkonstruktion erhielt zwei sogenannte Halbwalme.

Das dreibundige Erd- und Obergeschoß besaß damals keine Innenwände, nur Stützen mit Kopfbändern, da es als Lager- und Arbeitsraum diente.

1909 wurde dann das Gebäude zu Wohnungen umgebaut und genutzt.

Der mittelalterliche Gewälbekeller ist noch erhalten.

Erwähnenswert ist die an der linken Hauskante befindliche umgekehrt zeltförmige Konsole, die wohl spätmittelalterlich ist und wahrscheinlich für eine Figur vorgesehen war. Heute steht dort die Holzskulptur "Hirt des Seins" von Rainer Anwander (Skulpturenweg am Ölberg).

An der Erhaltung des Gebäudes besteht aus heimatgeschichtlichen, architektonischen und wissenschaftlichen Gründen ein öffentliches Interesse.

Die Renovierung

  • Umbaumaßnahmen: komplette Instandsetzung und Modernisierung, sowie Ausbau des Gewölbekellers und der Dachgeschosse.
  • Nutzungskonzept: Einbau von 5 Wohneinheiten (52 bis 70 m²) im EG, 1. OG, 2. OG/DG (Maisonette)
  • Wohn- und Nutzfläche: ca. 300 m²
  • Bauzeit: Januar 2003 bis September 2003
  • Verkaufsvolumen: ca. 800.000 EUR